DIE WEITEREN AUSSICHTEN klingen wie eine WG-Feier: Im Wohnzimmer wird zu Indie-Rock getanzt, in der Küche fließen bei tiefgründigen Gesprächen Tränen, am Ende geht man mit neuen Freundschaften und einer Prise Melancholie nach Hause. Die Texte sind so direkt und ehrlich, dass man sich manchmal wünscht, sie würden ein bisschen mehr lügen. Isolation, Verlust und Alltagsbeobachtungen, die unter die Haut gehen. Live energischer und mitreißender als erwartet: verzerrte Gitarren heben den Sound auf eine neue Ebene. Deutscher Sprechgesang trifft auf schottischen Post-Punk – melancholisch, aber nie schwermütig.