szene dagewesen: u&d in karlstadt

neun7 - 29.07.2010 – Karlstadt



Besserer Wetter rettete 18. U&D-Festival

Mainpost - 26.07.2010 – Karlstadt

Tolle Musik für Tausende Fans und ein Familientag auf dem Saupurzel – Vorfreude auf 2011

(fh) Nachdem das Wochenende regnerisch begonnen hatte, atmeten die Organisatoren des 18. Umsonst & Draußen in Karlstadt am Ende doch erleichtert auf, denn es blieb trocken. So fanden sich am Samstagabend, aber auch am Sonntag viele Musikbegeisterte auf dem Saupurzel ein. „Nach dem Regen können wir wohl nur 5000 bis 8000 Gäste erwarten“, meinte Martin Maier, Leiter des Organisationsteams, noch etwas geknickt am Samstagnachmittag. Doch dank der Wetterlage wendete sich dieses Blatt zum Besseren. „Wahnsinn, wie viel die letzten zwei Tage hier los war“, bilanzierte Maier am Sonntagabend.

Der Sonntag steht auf dem U&D seit jeher im Zeichen der Familie. Nach dem ökumenischen Gottesdienst, den die Kirchenrockband „Impulse“ gestaltete, gab es zum ersten Mal ein Weißwurstfrühstück, begleitet von den „Rossinis“. Im Anschluss stand seit langem wieder eine reine Coverband auf der U&D-Bühne. Durch ihr musikalisches Können machten Forroxx klar, dass auch an Sonntagnachmittagen AC/DC und Bon Jovi ankommen und zogen mit wilden Gitarrensoli und einer energischen Show viele Gäste an.

Auch für die kleinen Besucher war gesorgt. So konnten sich die Kinder auf der Hüpfburg austoben, sich schminken lassen, Schätze suchen oder auf einer Elektroeisenbahn ihre Runden drehen. Sogar eine Bühnenshow, eine etwas modernere Form von „Kasperl-Theater“, wurde ihnen geboten.

Auf der Hauptbühne ging es nach „Rockabilly“ von den „Psycho City Suckers“ und „Yellow Press“ weiter mit U&D-Urgestein Stephan Schmitt und seiner Soultruppe „Leslie & Clyde“. Musikalisch herausragend groovten die vier Vollblutmusiker zwischen Bluesballaden und fetzigen Soulstücken hin und her. Besonders Schmitts virtuoses Gitarrenspiel, aber auch die jazzigen Eigenkompositionen blieben einmalig.

Die letzte Band des Festivals, „MoskovSKAya“, knüpfte an diese Qualitäten an. Treibende „Ska“-Rhythmen, schnittige Bläsereinwürfe und jede Menge Tempo und Bewegung auf der Bühne machten den Auftritt der Neun-Mann-Combo zum Höhepunkt. Fast schon traditionell gab es zur Abrundung des musikalischen Treibens auf dem Saupurzel die Lesung der „Titanic“-Redakteure zu später Stunde.

Wie immer konnte das U&D auch nur durch die große Zahl seiner freiwilligen Helfer existieren und funktionieren. Viele machen den Job auf dem Gelände schon seit Jahren, manche leben quasi zwei Wochen auf dem Berg. So auch Swantje Rothenhöfer, die im Backstagebereich in der Essensausgabe arbeitet und ihr zehnjähriges U&D-Jubiläum feiert: „Es ist wie eine Sucht, die Musiker sind super freundlich, und wir sind hier so was wie die Seele von dem Ganzen.“

Es war ein tolles Festival, dessen Organisatoren auf das Erreichte stolz sein können. Es bleibt zu hoffen, dass das schlechte Wetter am Freitag nicht insgesamt zu wenig Einnahmen beschert hat. Die Vorfreude der Besucher auf das nächste Umsonst & Draußen wird nicht lange auf sich warten lassen.

umsonst & draussen

Mainpost - 24.07.2010 – Karlstadt

Fast schon traditionell beginnt das Festival laut, rockig und gitarrenlastig, „damit die Anwohner wissen, worauf sie sich einstellen müssen“, so Moderator Matthias Walz. Nicht verwunderlich also, dass die Würzburger „Alternative Metal“ Band „Nump“ den Auftakt in den „Rock Freitag“ macht. Harte Riffs, knallende Drums und dröhnende Bässe, dazu der genretypische „Schreigesang“ heizen den Zuschauern, die sich, mit Gummistiefeln und Regenschirmen bewaffnet, vor der Hauptbühne tummeln, ordentlich ein. Die Musiker selbst sehen allerdings gar nicht mal so düster aus, wie ihre Musik streckenweise klingt.

Ebenfalls aus Würzburg kommen „Nulldb“, Gewinner des „Deutschen Rock-und-Pop-Preises 2008“, die allein schon optisch einiges hermachen: Schottenrock, Cowboyhut, der Gitarrist sogar mit schwarz-weißer Ganzkörperbemalung in „Kiss-Manier“. Sie schaffen es, harte Stilrichtungen wie „Nu Metal“ oder die sogenannte „Neue Deutsche Härte“, welcher Bands wie Rammstein zugeordnet werden, mit Pop-Einflüssen zu kombinieren. So schrecken sie nicht vor simplen Harmoniefolgen in den Refrains zurück und greifen auch nach dem obligatorischen Tonartwechsel vor dem letzten Chorus des Liedes. Ein Konzept, das einschlägt. Hinzukommen deutschsprachige Texte, die sich inhaltlich vom Lovesong bis zur Revolutionsforderung bewegen.

Fauxpas des Abends

Mittlerweile schon bekannt ist die „Splatterpop“-Formation „Blutjungs“ aus Aschaffenburg. Eines muss man der Band lassen, sie wissen zu polarisieren und bringen eine Menge Fans mit aufs Festival. Allerdings lässt sich darüber streiten, in wieweit die Ironie, die sie an den Tag zu legen versuchen, die teilweise vor Geschmacklosigkeit und Brutalität strotzenden Texte legitimiert. So erscheint die lustvolle Hymne an „Fred den Metzger“, der gerne Sex in den Schweineinnereien und Tierabfällen oder Zeilen wie „wenn du mein Herz willst, musst du deine Mutter töten, deinen Kindern die Hälse brechen“ doch etwas daneben.

Den Fauxpas des Abends beging wohl Sänger Martin Großmann, der die pädagogische Meisterleistung vollbrachte, einen fünfjährigen Jungen aus dem Publikum bei einem Lied über Nekrophilie auf die Bühne zu holen. Musikalisch bemühen sich die „Blutjungs“ um einfache Harmoniefolgen und simpelste Spielweise im Stil des „Funpunk“, was ihnen auch gelingt.

Eine Menge Spaß brachten „Mama Boom“ auf die Bühne. Die explosive Mischung aus Reggae und Rap á la Samy Deluxe oder Culcha Candela brachte die Gäste auf dem Saupurzel zum „abdancen“.

Der Samstag war auch in diesem Jahr geprägt von musikalischer Vielfalt, mal weitab vom Mainstream und mal mittendrin. Die vier Musiker von „Vladiwoodstok“ spielten bekannte Pop-, und Instrumentalstücke als „Russian Mariachi-Polka“. Der typische 2/4-Takt, bei dem es sich zur Freude der meisten Besucher bestens auf die „1“ klatschen lässt, und die wodkagetränkte Stimme des pelzmützetragenden Frontmanns verwandelte Melodien wie „The Moon of Alabama“ aus Brechts „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ oder das „Godfather Theme“ aus dem Film „Der Pate“ in mitreißende Tanznummern.

Im Kontrast dazu steht die Berliner Punk-Pop Gruppe „Harthof“, die mit deutschen Texten, einer energiereichen Performance und eingängigen Refrains nicht nur Fans im Teenie-Alter ansprechen.

Bekannt vom „Karscht Live“ im letzten Jahr waren die „Urban Life Beats“ der Nürnberger „Megaphon“. Die sechs Jungs fabrizieren irgendetwas zwischen Hip Hop und Reggae. Immer exakt bestechen sie durch hohes Maß an guter Laune und bringen die Menge zum Tanzen.

Mit einer Sängerin aus England konnte die „Pop-Electro“ Gruppe „Beatshots“ aus Darmstadt überzeugen. Besonders erfreute sich das Publikum an ihrem durch Meyer-Landrut‘sche Imitation mittlerweile gern gehörten britischen Akzent.

Zum Finale des Samstags ließen die Headliner des 18. U & D, „ Die Springer“, es nochmal krachen. Popsongs in klassischer Drei-Mann-Besetzung, die zwar nicht immer nagelneu klangen, aber perfekt konzipiert und musikalisch einwandfrei waren.

Bands mit Format

Neben den „Hauptacts“ spielten auch auf der Garagenbühne wieder einige Bands mit viel Format. Dieses Jahr wurden allerdings nicht explizit Newcomer-Bands gefördert, sondern es kamen eingespielte Combos auf dem Garagenwagen zum Einsatz. Highlights waren die Würzburger „Dead United“, die mit ihrer Gruselshow das Publikum das Fürchten lehrten oder am Samstag die Rockband „The Ghost Rockets“ aus Schweinfurt, die durch eine immense Vielfalt brillierten und eigentlich auf der Hauptbühne besser aufgehoben gewesen wären.

Neben den musikalischen Leckerbissen war beim Umsonst & Draußen auch fürs leibliche Wohl gesorgt. So konnten die Gäste zwischen einer Vielzahl von kulinarischen Köstlichkeiten wie Crepes, Flammkuchen, Steaks oder Thai-Nudeln wählen, um anschließend durch die Reihen der Stände und Verkäufe zu schlendern und sich auf die Konzerte am Sonntag zu freuen.

umsonst & draussen: Alle Erwartungen übertroffen

Mainpost - 26.07.2009

Das Festival lockte Menschenmassen trotz Regens auf den Saupurzel

Mit 25 verschiedenen Bands lieferte das 17. Umsonst & Draußen-Festival in Karlstadt eine große Vielfalt an musikalischen Spitzenleistungen – kostenlos für die Zuhörer auf dem Saupurzel. Einziges Manko war das ständig wechselnde Wetter.

Davon ließ sich jedoch niemand unterkriegen. „Open Air zu machen und übers Wetter zu meckern, ist was für Anfänger“, kommentierte Julian Eichler, zweiter Hauptorganisator des U & D in Karlstadt die (Wetter-)Situation.

Für multikulturelle Atmosphäre sorgten 14 junge Menschen, die aus aller Welt nach Karlstadt gekommen waren, um sich beim Workcamp-Projekt auf dem Saupurzel zu engagieren.

Eröffnet wurde das Musikspektakel am Freitagnachmittag von „Tonair“, einer vierköpfigen Britrock-Formation – interessanterweise aus dem Herzen Bayerns –, die mit präzisem Chorgesang und dem unverwechselbaren Sound einer alten „Hohner“-Kofferorgel glänzten. „Superstimmung, professionelle Organisation und tolle Leute“, kommentierte Keyboarder Josua Scheerer die (Festival-) Situation.

Auch wenn es beim U & D keine angekündigten Superstars gibt, die das Line-Up anführen, wurden die Rocker der nächsten Band doch als solche gehandelt. Die Berliner „5 Bugs“ lieferten Rock im Großformat. Mit messerscharfen Gitarrenriffs, harten Drumbeats und Refrains zum Mitsingen rissen die Berliner das Publikum mit.

Welche Farbe in diesem Sommer Mode ist, zeigte die Würzburger Gruppe „The New Black“. Sie bediente bei strömendem Regen mit ihrer Hard & Heavy-Mentalität die Fans dieser Musikrichtung, die im Takt der Musik ihre Haare schüttelten. Mit einer Stimme wie Chad Kröger, eingängigen Riffs a la „Black Label Society“ und dem schnellen, antreibenden Spiel auf der „Double Bass“ des Schlagzeugers drifteten die Musiker von Genre zu Genre und tangierten sowohl Rock'n'Roll, Blues Harp als auch Heavy Metal.

Wenig überzeugte dagegen die achtköpfigen „Skalamander“ aus Schweinfurt, deren Frontmann und Sänger sich äußerst sportlich auf das Hin-und Her-Rennen auf der Bühne wie einst Mick Jagger konzentrierte. Fürs Singen fehlte dann wohl die Luft.

Ein besonderer musikalischer Höhepunkt war die erste Band am Samstag. „Thieme. Volpert“, die erst als Duo und dann mit Band auftraten, begeisterte die musikalisch bewanderten Zuhörer durch jazzig-bluesige Arrangements bekannter Titel wie „Little Wing“ von Jimi Hendrix oder der Ballade „This place is mine“. Das virtuose Solospiel aller Musiker, vor allem das des unglaublichen russischen Saxofonisten blieb an diesem Tag unerreicht. Sängerin Carola Thieme mit ihrer tiefen, voluminösen Stimme zeigte im Vocaljazz ihr Können.

Als Klaus Gruber alias „Karlsson“ die Bühne betrat, wurde bereits klar, dass der Kallebercher viele Fans hat. Nachdem er lange Jahre als Techniker mit Kabeln und Reglern beschäftigt hinter der Bühne stand, greift er nun zur Gitarre und lädt die Zuschauer ein, mit ihm und der Band, seinen Propellern, wie er sie nennt, abzuheben. Er textet deutsch und seine Lieder handeln von Leben und Liebe, mal tiefgründig, mal surreal, mal ernst und lyrisch, aber meist poetisch. Musikalisch bewegt sich der Gewinner des Garagencontests vom Vorjahr irgendwo zwischen „Clueso“ und Hip Hop. Das Publikum auf dem mittlerweile randvollen Saupurzelgelände war nicht mehr zu halten und forderte stürmisch Zugaben.

Der weitere Abend stand ganz im Zeichen der Frauen. Erst „Wrongkong“ , dann „Pentatones“, beide mit sehr begabten Sängerinnen und elektronischen Beats. Und zum Schluss noch „Karo“, die im Singer/Songwriter-Stil mit gefühlvollen Kompositionen überzeugten.

Auf der Garagenbühne fand auch wieder der Bandcontest statt. Die beste Band der Nebenbühne gewinnt traditionell einen Auftritt für die Hauptbühne beim nächsten Festival. Besonderes Lob verdient die Bluesgruppe „Yellow Cab“ aus Eußenheim, die mit Eigenkompositionen und brillantem Gitarrenspiel hervorstach.

Auch die Auswahl an Speisen und Getränken war breit gefächert wie nie zuvor. Hot Dogs, chinesische Nudeln, Pizza, Cr?pes, sogar Matjesbrötchen von einem Wagen vom Hamburger Fischmarkt erfreuten die Besucher. Das vielfältige kulinarische Angebot hat natürlich seinen Grund, denn in diesem Jahr wurde das gesamte Catering an einen Nürnberger Großgastronomen abgegeben, der den Organisatoren des U & D einen finanziellen Rückhalt bietet, da er wetterunabhängig einen Festpreis bezahlt. „Wir haben einen Großteil des Geldes dafür verwenden müssen, die Kosten für einen Lkw-Unfall vom letzten Jahr zu decken. Wir sind froh, wenn wir ein- bis zweitausend Euro Gewinn machen, damit wir das Jugendzentrum unterstützen können“, sagte der Vorsitzende des Trägervereins für offene Kinder- und Jugendarbeit Karlstadt, Martin Maier.

Von den Besucherzahlen ist er begeistert. Die größte Anerkennung gebührt den über 300 Helfern, ohne die die Gestaltung mit dieser lockeren Atmosphäre und hohen Professionalität unmöglich wäre.

u&d strotzte vor Höhepunkten

Mainpost - 28.07.2008

Schätzungsweise mehr als 10 000 Besucher auf dem Karlstadter SaupurzelZwischen 10 000 und 11 000 Gäste kamen zum 16. Umsonst & Draußen auf den Karlstadter Saupurzel, um die über 25 Bands und Musikgruppen aus ganz Deutschland zu hören, an bunt gemischten Verkaufsständen vorbeizuschlendern und verschiedene Speisen und Getränke zu genießen. Das U&D hatte viele Höhepunkte und hohes Niveau.

Dem eigentlichen Festivalbetrieb ging nach monatelangen Vorausplanungen eine fast zehntägige Aufbau- und Vorbereitungsphase voraus. Das Wetter spielte hervorragend mit, als am Freitagnachmittag die erste Band die Bühne betrat. Vor zu diesem Zeitpunkt noch spärlich gefüllten Reihen spielte die Würzburger „Alternativ-Formation“ „Godzilla was a friend of mine“ die ersten Töne des Festivals.

Das Finale der Freitagnacht bestritt beim Karlstadter U&D die Industrialrock-Band „Toedtenberg“, die harte Beats mit computeranimierten Sounds vereinte.

Aus Schweinfurt kam die Rock'n'Roll-Band „Scallwags“, bereits zum zweiten Mal beim Karlstadter U&D zu Gast, die mit sehr jugendlichen Texten wie „The Kids Want Rock'n'Roll“ oder „Heart- breaker“ versuchten, eine vorwiegend junge, weibliche Zielgruppe zu erreichen. Mit tragenden Gitarrenriffs, einer wilden Mischung aus Punkrock, Ska, Country, viel Rock'n'Roll, jedoch auch Einflüssen von Teenagerbands wie „Sum 41“ oder „Greenday“ in ihren Anfangsjahren konnten sie das Publikum überzeugen.

Den Höhepunkt des Freitagabends könnte man die Chiemgauer „Springer“ nennen. Sie heizten den Besuchern des vollbesetzten Saupurzelgeländes mit deutschen Texten, ohrwurmverdächtigen Melodien und knalligen Drumbeats richtig ein. Lieder über Liebe, Urlaub, Sommer und Sonne brachten ein Stück Urlaubsfeeling unter die Karlstadter. Was instrumental ein wenig nach „Sportfreunde Stiller“ klingt, wird jedoch von Bassist und Leadsänger Günter mit seiner charismatischen Stimme in etwas Unverwechselbares, nämlich die Chiemgauer „Die Springer“ verwandelt.

„Toedtenberg“ bezeichnet sich als „Industrialrock-Gruppe“. Sie elektrisierte die Zuhörer am Freitag noch zu später Stunde mit Gitarre, Bass, Schlagzeug und computeranimierten Sounds. Eine hypnotisierende Crossover-Mischung, die sowohl harte Klänge a la „Dream Theatre“ sowie auch gefühlvolle Pianostücke zum Zug kommen ließ.

Der zweite Tag des Festivals brachte wieder eine bunte Palette von Blues bis Hip-Hop und von Reggae bis Hardrock. Den Auftakt machte die AJ-Gang, die sich das Ziel gesetzt hat, mit ihren „vegetarischen“ Texten für den Tierschutz und gegen die Ausbeutung unseres Planeten zu kämpfen. Die AJ-Gang setzt auf ein breites musikalisches Spektrum, das von Rock über funkige Grooves, Bläsersounds bis Hip-Hop reicht.

Nach dem Karlstadter Lokalgewächs, Stephan Schmitts bekannter Bluesgruppe „Steve Leslie Band“, die das Publikum mit getragenem, perfektioniertem Blues-Rock verwöhnte, bahnte sich das erste Highlight des Abends an. Die „Tanzkinder“ aus Würzburg brachten Reggae und Hip-Hop kombiniert mit Akustikgitarrenmusik und deutschen Texten auf den Karlstadter Saupurzel. Veredelt wurde diese Mischung durch Flamenco- und Slidegitarrenelemente. Die Tanzkinder sangen von der Ferne, dem Sommer, dem Alltag und der Liebe, und sie verstanden es hervorragend, das Publikum in ihren Bann zu ziehen.

Als „Leckerbissen“ des zweiten Tages hatte sich ein ganz besonderer Gast angekündigt. Der Bayern-3-Shootingstar des Jahres 2008, Singer und Songwriter Mickey Monroe präsentierte seine selbstgeschriebenen, englischsprachigen Titel, die von knallhartem Classic-Rock bis hin zu akustischen Pop-Balladen reichen. Monroe magnetisierte die Zuhörer mit seiner markanten Stimme und seiner überwältigenden Bühnenshow.

Wie auch schon in den Vorjahren gab es neben der Hauptbühne noch die „Garagenbühne“, auf der der alljährliche Garagenband-Contest abgehalten wurde. Zu vorgerückter Stunde verwandelte sich die rockige Garage in eine elektrische DJ-Bühne, auf der am Freitag das Electro-Label Normoton auflegte und am Samstag DJ Mansen zusammen mit der Jamgang den Saupurzel in einen elektrisierenden Nachtclub verzauberte.

Der Sonntag begann mit einem ökumenischen Gottesdienst bei strahlendem Sonnenschein, gestaltet von Pfarrer Paul Häberlein und Diakon Hans-Josef Klein.

Auch die kleinen Besucher des U&D konnten es sich so richtig gut gehen lassen, weil auch an sie gedacht wurde. So wurde Cowboy und Indianer gespielt, Pfeil und Bogen gebastelt, in der Kinderdisko getanzt, geschminkt, gemalt, gehüpft und jongliert.

Vor allem aus musikalischer Sicht stach der letzte Festivaltag besonders ins Auge. Neben unterfränkischen beziehungsweise Karschter Bands wie den „Frankomanen“ oder den „Hot Legs“ zeigte auch das Hip-Hop/Heavy Metal Crossover-Projekt „Aka Frontage“ aus Karlsruhe, dass Musik nicht in Schubladen hineinklassifiziert werden kann. Ein feuriger, rockiger Cocktail aus deutschem Rapgesang, mit viel Overdrive auf den Gitarren und sehr präzisen Schlagzeugbeats.

Die wohl am heißesten ersehnte, wenn auch im Geheimen gegründete und im Voraus mit einem mythischem Flair belegte Allstar-Band mit dem Namen „Söhne Wittmanns“ bildete den krönenden musikalischen Abschluss des Festivals. Es handelte sich hierbei um eine für das U&D zusammengestellte Gruppe von 27 Musikern rund um Sänger und Gitarrist Stephan Schmitt, der zu Ehren der Karlstadter Bass-Legende Dieter Wittmann eine Tribute-Band ins Leben rief.

Zu guter Letzt las der Ex-Chefredakteur des Satiremagazins „Titanic“, Oliver Maria Schmitt, lustig und schrill aus seinem Punkroman „AnarchoSchnitzel“ vor. Begleitet wurde er von Markus Wessel an der Hammondorgel.


u&d für Besucher jeden Alters

Zeitung / Karlstadt 10.12.2006 16:04

Karlstadt (mia) Bei der diesjährigen Hauptversammlung des Trägervereins für offene Kinder- und Jugendarbeit (Troja) stand das Umsonst & Draußen im Mittelpunkt. Die Größe des Karlstadter Open-Airs nimmt von Jahr zu Jahr zu und bedarf eines höheren Organisationsaufwands, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Strukturierung und Aufteilung der weitgefächerten Aufgaben auf das gesamte Planungsteam stellen die Vorstandschaft auf eine neue Probe.

Martin Schürger, der seit 2002 zweiter Vorsitzender war, gab sein Amt aus beruflichen Gründen an Martin Maier ab. Bestätigt wurden Manuel Gleichmann als Kassier und Julian Eichler als Vorsitzender. Erweitert wird das Team um Gregor Weigel als Schriftführer und Werbemedienorganisator des U &D.

Als eine der großen Aufgaben sieht das Team die Etablierung des U & D als "Karschter Veranstaltung", da das Musikfestival immer noch als Fest für die Jugend und nicht - wie gedacht - als Karschter Musikfestival für alle Altersgruppen gesehen wird. Das 15. U & D findet vom 20. bis 22. Juli 2007 statt.


Feines Festival mit Gute-Laune Atmosphäre

Zeitung / Karlstadt 21.06.2006 17:16
KARLSTADT Die "Waikiki Beachbombers", die "Bananafishbones", "Boppin'B" und "Emil Bulls" - bayern- und bundesweit bekannte Bands waren in den vergangenen drei Jahren zu Gast beim Karlstadter umsonst & draußen. Bei der 14. Auflage des Festivals vom 21. bis zum 23. Juli sind die Namen nicht ganz so klangvoll. "Die Musik aber schon", verspricht Julian Eichler vom u & d-Organisationsteam.


Mit beispielsweise "Sioen" aus Belgien, der Hamburger Formation "Der Fall Böse" oder "Phonodrive" aus Aschaffenburg stehen heuer in Karlstadt Gruppen auf der Bühne, die musikalisch den Vergleich mit populäreren Kapellen nicht zu scheuen brauchen, sagt Julian Eichler. Wieder einen Publikumsmagneten wie die Bananafishbones zu engagieren, war aus Kostengründen nicht drin.

Das Open-Air finanziert sich nach wie vor aus dem Getränkeverkauf und durch die Unterstützung von Sponsoren, die "wir nicht in dem Maße gefunden haben wie in den Vorjahren", erklärt Eichler. Ein zusätzlicher Vorteil war die persönliche Bekanntschaft der u & d-Organisatoren mit den Bands. "Dadurch wurde es nicht ganz so teuer." Der Bekanntenkreis ist aber nun abgegrast.

Im Jahr 2003 hat sich das u & d-Team entschieden, den Musikern eine Gage zu zahlen. "Vorher gab es gerade einmal eine symbolische Anerkennung." Das Festival sollte aufgewertet werden. Es sei in den ersten Jahren zwar kontinuierlich gewachsen, die Besucherzahl habe aber bei 3000 bis 5000 stagniert.

"Aber beim zehnten u & d haben wir einen großen Sprung gemacht", blickt Eichler zurück, "mit einer guten Bandauswahl und überregionaler Werbung." Erstmals war das umsonst & draußen auch als Drei-Tagesveranstaltung erfolgreich. "Da haben wir gesehen, dass in dem Festival noch mehr Potenzial steckt und in die Gruppen investiert."

Das zahlte sich aus. Im vergangenen Jahr bezifferte die Polizei den Andrang auf 12 000 Besucher, sagt Julian Eichler. Auf einen solchen Besuch hoffen die Organisatoren auch in diesem Jahr. Die Bands der Vorjahre hätten die Erwartungen erfüllt, für Super-Musik und Super-Stimmung gesorgt und sehr viele neue Leute nach Karlstadt gebracht, die das Festival nun zu schätzen wüssten und ihm auch die Treue hielten, hofft Eichler.

"Das Karschter u & d ist ein kleines, feines Festival, das Laune macht und eine gute Bandauswahl hat", rührt der Hauptorganisator die Werbetrommel. Die Musik sei sehr unterschiedlich, aber immer gut hörbar. Die Atmosphäre sei sehr persönlich, das Areal mit den Verkaufsständen familiär geprägt.

Trotz aller Überschaubarkeit stecken drei Organisatoren jeweils zwei bis zweieinhalb Monate Vorbereitung in das u & d. Bislang stellten Martin Schürger und Doris Pinke neben Julian Eichler das Open-Air auf die Beine. Eichler freut sich, nun neue Mitstreiter gewonnen zu haben. Mit im Team sind seit heuer Christoph Eisele, Martin Maier, Christian Keller, Rolf Dittmaier und Peter Fenn.

Sorgen macht Eichler noch die Helfersituation. 300 Helfer sind zwei Wochen lang für das umsonst & draußen im Einsatz. "Allein für die Einweisung der Autos auf dem Parkplatz brauchen wir 20 Leute pro Schicht." Das müssen nicht nur Jugendliche sein, erweitert Eichler das "Stellenprofil". Erwachsene seien durchaus willkommen. Gerne auch ältere Semester, wie beispielweise für die Nachtwachen. Ein aktiver Rentner, vielleicht sogar mit Hund, wäre optimal.

Nicht nur für die drei Festival-Tage, sondern auch für den Auf- und Abbau werden helfende Hände, breite Schultern und kreative Köpfe benötigt. "Keiner muss tagelang immer das Gleiche tun und darf auch jederzeit Ideen äußern", verspricht Julian Eichler. Das Organisatoren-Team erhofft sich von jedem Interessenten auch Anregungen.

Anmeldung unter
Tel. (0 93 53) 99 60 25 oder
info@umsonstunddraussen.de

Von unserem Redaktionsmitglied MICHAELA MOLDENHAUER


1800 Euro für junge Leute in Südamerika und Karlstadt

14.06.2006 - mainpost
Karlstadt (SB) Der Lions Club Mittelmain-Karlstadt hatte offene Augen und offene Hände für die Belange junger Menschen. Drei Spendenbeträge übergaben der Vorsitzende des Fördervereins der Lions Dr. Manfred Walther sowie Vereinspräsident Armin Rudolph (hinten von links). 800 Euro unterstützen "Main-Spessart für Peru". Der Rechtenbacher Pfarrer und Regionaljugendseelsorger im Dekanat Lohr Thomas Eschenbacher (vorne Zweiter von links) erklärte, dass der Kontakt nach Lima im Vorfeld des Weltjugendtags in Köln geschlossen wurde. Spenden hatten die Anreise einer Delegation aus Peru ermöglicht. Dort, wo die Kinder in einem Armenviertel ihre Schulspeisung erhalten, soll der Hof für 10 000 Euro zum Spielplatz ausgebaut werden. Mit der "Weltweiten Initiative für soziales Engagement" reist der Karlstadter Abiturient Philipp Schrauth (vorne links) für ein Jahr nach El Alto in Bolivien. 500 Euro der Lions greifen ihm dabei unter die Arm. Mit Kindern und Jugendlichen arbeitet er vier Tage in der Woche in einer Theaterschule. Ein weiterer Tag dient einem Projekt eigener Wahl, zum Beispiel die Betreuung Jugendlicher im Gefängnis. Für das "Umsonst und Draußen", heuer vom 21. bis zum 23. Juli auf dem Karlstadter Saupurzel, erhielt der Initiator Julian Eichler 500 Euro.


umsonst & draussen unterstützt Mädchenprojekt

27.02.2005 - mainpost
Troja unterstützt Mädchenprojekt

Karlstadt (DH) Mit Sachspenden in Wert von 800 Euro unterstützen der Trägerverein für offene Kinder und Jugendarbeit (Troja) mit den Einnahmen des zwölften Umsonst & Draußen und die Firma Farben Taupp die Gestaltung des Mädchenbauwagens am Karlstadter Jugendzentrum. Mit dem Geld wurden Farben, Werkzeuge und Baumaterialien, die zur Renovierung des Baustellenbauwagens nötig waren, gekauft. Das Projekt soll den Mädchen Selbstbewusstsein in eher Männer dominierten Bereichen wie im Umgang mit Werkzeugen bringen. Außerdem sollen soziale Kompetenzen wie zum Beispiel Konfliktlösung geschult werden. Pädagogische Angebote ergänzen das Projekt.

Im Bild von links Doris Pinke, Julian Eichler (Troja/stellvertretend Umsonst & Draußen), Thorsten Schubert (Jugendpfleger) und Heike Huber (Projektleiterin).


Vitamin B

03.08.2004
Rund 500 hungrige Mäuler von Helfern, Musikern und Rowdies galt es an den drei Tagen Umsonst & Draußen in Karscht zu stopfen. Da wurde jede Hand gebraucht. Sogar die von Landrat Armin Grein, der die seine als Schirmherr zwar schützend, aber gewöhnlich eher passiv über das Festival hält.

Bei einer Stippvisite auf dem U & D-Gelände ließ sich der Landrat nicht lange bitten, griff zum Messer und der Küchen-Crew unter die Arme. Durchaus nicht ungeschickt hackte er Petersilie für den Salat. Der Landkreis-Chefsalat war sicher sehr gesund und voller Vitamine. Bestimmt war diesmal besonders viel "Vitamin B" mit drin. Von der Betersilie nadürlich.


8000 Fans beim "Festival mit Pfiff"

02.08.2004
Karlstadt: Etwa 8000 Fans besuchten die zwölfte Auflage des Karlstadter "Umsonst & Draußen" am Saupurzel. "Publikum, Musiker, Standbetreiber und wir vom Verein Troja sind sehr zufrieden", sagte Hauptorganisator Julian Eichler. "Jeder lobt unser Festival als klein, fein, persönlich und mit Pfiff."

Auch zum dritten Tag des Open Air strömten die Zuschauer auf den Saupurzel, um einen musikalischen Gottesdienst, Livemusik, das Kinderprogramm und die Lesung des "Titanic"-Teams mitzuerleben. Den Auftakt am Sonntag machten die Lokalmatadore von "Mir 2wä & band", die zum ökumenischen Gottesdienst aufspielten. Eichler freute sich, dass sich die Einrichtung bewährt hat: "Beim ersten Open-Air-Gottesdienst kamen nur 20 Besucher. Jetzt kommen schon knapp 200 Menschen zum Gottesdienst."

Die Bigband der Musikschule Würzburg brachte Schwung aufs Festivalgelände mit Funk, Latin und Hits wie "Got to get you into my life" von den Beatles und "Ich brauche keine Millionen".

Im Stil legendärer Soulbands legten die "Boutiesheikas" mit drei Bläsern, Gitarre, Bass, Keyboards, Drums sowie Sänger und Sängerin los. Die "Blumenbauer", eine fünfköpfige Formation spielte anschließend einen "Deutschrock-Pop-Mix".

Der singende Moderator

Markus Rill & the Gunslingers boten mitreißende Country-, Blues-, Folk- und Rock'n'Roll-Songs, auch vom in Nashville/USA aufgenommenen neuen Album "Hobo Dream". Zur Zugabe holte Rill den   Moderator des Umsonst & Draußen, Markus Hammer von der  Würzburger Band mcf, auf die  Bühne. Gemeinsam sangen sie Elvis Presleys "That's Alright, Mama" im Duett.

Den musikalischen Schlusspunkt setzten "Fräulein Wunder und ihre Liebhaber" mit deutschen Schlagern der 50er und 60er Jahre. Formvollendet siezten die Musiker einander und ihr Publikum. "Herr Schmitt" imitierte Kamele und Bill Ramsey und Fräulein Wunder alias Anja Purps bezauberte mit "Schuld war nur der Bossa Nova" und Caterina- Valente-Hits. Außerdem erklärte sie, dass "Tanzzwang" bestehe. "Wer 'reinkommt, muss nicht zahlen. Doch wer nicht tanzt, muss beim Verlassen des Festivals blechen."

Bitterböse Satire gab's beim letzten Auftritt des Festivals. Chefredakteur Martin Sonneborn und sein Vorgänger Oliver Maria Schmitt vom Satiremagazin "Titanic" präsentierten bei ihrer "Boygroup-Lesung" das Beste "aus 2000 Jahren Titanic". Nicht nur Politiker wurden verspottet ("Sprech-Döner Cem Özdemir"), auch die Karlstadter kamen nicht ungeschoren davon. "Weil im Main-Spessart-Kreis das Lesen und Schreiben nicht so weit verbreitet ist, müssen wir eben zu einer Lesung hier kommen." Bis nach Mitternacht unterhielten die beiden das Publikum.

Keine Probleme

Nicht nur mit Sonneborn und Schmitt war Organisator Julian Eichler zufrieden: "Wir hatten deutlich mehr Besucher als im vergangenen Jahr." Das erklärt der U&D-Macher mit der "Bandauswahl, dem guten Wetter und dem guten Ruf, den wir uns mittlerweile erarbeitet haben".

Den guten Ruf bestätigte auch, Thomas Miebach, Leiter der Polizeiinspektion Karlstadt: "Wir hatten keinerlei Sicherheitsprobleme in diesem Jahr trotz der starken Besucherzahlen." Das ist auch ein Verdienst der 320 ehrenamtlichen Helfer.

Bevor Julian Eichler finanzielle Bilanz ziehen kann, muss er erst ein Defizit aufarbeiten: "Ich habe jede Nacht nur vier bis fünf Stunden geschlafen, doch das gehört einfach dazu."


u&d begeisterte durch Musikstil-Mix

01.08.2004
Karlstadt - Das Umsonst und Draußen (U&D) gehört schon zu Karlstadt wie das Schwedenmännle. Die Zuhörer erlebten drei Tage und Abende lang Topacts wie "Bananafishbones" aus Bad Tölz, die Berliner Band "Spitting off tall buildings", den Reggaekünstler "Mellow Mark" und die lokalen Bands wie "Mir 2wä & Band", "Markus Rill & the gunslingers", "Fräulein Wunder & ihre Liebhaber" sowie "Redemption".

"Redemption" eröffnete am Freitag das Festival, das von der MAIN-POST und der Stadt Karlstadt gesponsert wurde. Ihr "Hard rock meets metal"-Stil kam vor allem beim jungen Publikum gut an. Die fünf Musiker, von denen vier in die 13. Klasse des Karlstadter Johann-Schöner-Gymnasiums kommen, begeisterten die Gäste mit ihrem emotionalen Stilmix mit Liedern wie "Heaven's gate".


Auf der Bühne am Freitag auch "Twaii" sowie die Chiemgauer Band "Die Springer". "Twaii", die eigentlich Silke Kleinschmidt heißt und aus Würzburg kommt, trat auf mit Songs aus Indie, Rock und Pop. "Die Springer" boten Rock'n'Roll in deutscher und englischer Sprache.


Ab 23 Uhr traten die Headliner des Festivals auf. Waren es letztes Jahr die "Waikiki Beach Bombers", so stellten heuer die über die bayerischen Grenzen bekannten "Bananafishbones" aus Bad Tölz die letztjährigen Spaßmusiker noch in den Schatten. Das Trio, bestehend aus Sebastian Horn (Leadgesang und Bass), Peter Horn (Gitarre, Gesang, Keyboards) sowie Florian Rein am Schlagzeug, Glockenspiel und als Sänger, begeisterten eineinhalb Stunden ein großes Publikum.


Die Band, die seit 1991 existiert und mehrere Alben aufgenommen hat, bot ein Stilmix aus Rock, Pop, Grunge und Country. Mit Liedern wie "Saloon", gewidmet Johnny Cash, oder dessen Klassiker "Ring of fire" überzeugte der charismatische Frontmann Sebastian Horn auch die, die sonst für Country nicht viel übrig haben. Die Menge sang sogar mit. Mit frechen Liedtexten wie "I wish I was a football, so you would kick me. . .", kleinen Scherzen, dem Einsatz von Stimmverzerrern sowie Parodien von Hits sorgte die Band bei sich als auch beim Publikum für gute Laune.


Der Versuch eines Fans, von der Bühne aus "Stagediving" zu machen, wehrten die Sicherheitsleute ab, auch wenn die "Bananafishbones" beschwichtigten: "Wieso, der ist doch ganz lieb!" Mit den Liedern "Snowflake" und "Ever" warben die Musiker fürs aktuelle Album "36 Quadratmeter". Auch ein spontanes Lied auf Karlstadt - in dessen Freibad sie sich nach eigenem Bekunden vergnügten und einem kleinen Buben Geld am Kiosk liehen - spielte die Band ein. Den Song "Easy Day" widmete Sänger Seb Horn Rudi Völler, Inge Meysel und Marlon Brando. Die MAIN-POST nutze die Gelegenheit zu einem kurzen Gespräch mit Schlagzeuger Florian Rein. Sie hätten schon vorher viel über das Karlstadter U&D gehört. Es habe den Ruf eines kleinen, netten Festivals mit gutem Publikum. Sie würden gern wieder in Karlstadt auftreten.


Am Samstag ging das U&D-Festival am Saupurzel bei schönstem Wetter in die zweite Runde. Das Würzburger Trio "Kingfisher Gold" überzeugte zum Auftakt das spärliche Publikum mit ihrem "Tornado rock", der auch von seinem italienischen Schlagzeuger Mario Tornado geprägt ist.


Die Band, die in schwarzen Hosen, breitkrempigen Hüten, großen Sonnenbrillen sowie gestreiften Hemden auftrat, bezeichnete ihren Stil als "Hardcore off limits" - das könne man mit einem Sommerschlussverkauf vergleichen, so die Ansage. Die Band präsentierte ihren Titelsong aus dem aktuellen Album "In lust we trust", spielte sowohl Country als auch Metal. Die Würzburger erwiesen Johnny Cash ihre Reverenz - "Ghostwriters in the sky". Freunde der etwas härteren Gangart kamen bei dem Lied "Abrechnen" voll auf ihre Kosten.


Die "Tanzkinder" aus Würzburg spielten Sommerpop, brachten Songs von Jack Jackson, Dispatsch und G-Loves. Anschließend kamen Hip-Hop-Fans auf ihre Kosten bei dem Auftritt der Kaufbeurer Gruppe "Vokalekücheband". Die elfköpfige Band um der stimmgewaltigen Strahle-Sängerin Teresa präsentierte Lieder wie "Phil in" oder auch "Antwort".


Ein weitere Headliner war die Band "Spitting off tall buildings", vor allem auch wegen der Frontfrau Bonnie Riot. Vielen Jugendlichen dürfte die junge, energiegeladene Sängerin eher unter dem Namen Jana Pallaske bekannt sein, da sie neben Sängerin auch Schauspielerin ("Engel & Joe") und MTV-Moderatorin ist. Die Berliner Band spielte kraftvollen, aggressiven Rock. Trotz des großen Beifalls verließ sie eine halbe Stunde vor dem offiziellen Ende die Bühne.


Erst jetzt strömten die Besucher zum Saupurzel, denn Mark Schlumberger alias "Mellow Mark" war angekündigt. Mit seiner Mischung aus Straßenmusik, Hip-Hop, Reggae und Gitarrensound begeisterte der Mann mit den ewig langen Dreadlocks sein Publikum. Er präsentierte zusammen mit der Band "Easy Schore" Lieder aus seinem am Montag erscheinenden Album "Das 5te Element" - den gleichnamigen Titelsong sowie seine Singleauskopplung "Butterfly". "Mellow Mark", bekannt unter anderem vom Würzburger Africa Festival, ist populär - viele sangen seine Lieder komplett mit. Einen ungewöhnlichen Anblick bot der aus Bayreuth stammende Sänger bei seiner Interpretation des Klassikers "Wild thing": Er bearbeitete mit seinen Rastazöpfen seine akustischen Gitarre. Als dann auch noch seine Unterstützung "Pyro" dazu kam, wurde das Publikum noch heißer. Gemeinsam gingen sie beim Lied "Große Liebe, Energie hoch zehn" in die Knie, und die Menge machte begeistert mit, "um sich mit positiver Energie aufzutanken", so der Künstler. Als die Band schließlich "Higher" anspielte, war das Publikum total begeistert. Alle tanzten und sangen, ein kleiner Junge wurde sogar auf die Bühne geholt und bewegte sich wie die Stars rhythmisch zu der Gute-Laune-Musik.


Den Abschluss des Samstags bildete die Band "Basement 6" aus Stuttgart, die Lieder von "Depeche Mode", "Duran Duran" oder auch "Tears for fears" spielte und vor einem kleineren Publikum auftrat - ob es nur der kurze Regenschauer war, der einige vertrieben hatte? Wer von dieser Musik nicht so begeistert war, konnte noch abtanzen zu der Musik der drei DJs Brother Love (alias Klaus Burkard aus Karlstadt, Fabian S. aus Wiesenfeld und NobStar, Stuttgart).

Von unserer Mitarbeiterin Devi Arand


Treffen mit den Bananafishbones

29.07.2004
Karlstadt (MRL) An diesem Freitag startet um 18:30 Uhr das zwölfte Karlstadter Umsonst & Draußen. Bevor die Banafishbones die Bühne betreten, besucht Gerd Scheuermann aus Giebelstadt die Band aus Bad Tölz.
Er gewann das Treffen beim Gewinnspiel von www.mainpost.de.


Die U&D-Stars privat treffen

27.07.2004
Karlstadt (rai) Wer will die Bananafishbones bei ihrem Auftritt beim Umsonst&Draußen-Festival am Freitag in Karlstadt mal persönlich kennen lernen? Das Internet-Angebot dieser Zeitung, www.mainpost.de, verlost ein "Meet & Greet" mit der Band aus Bad Tölz. Wer Interesse hat, klickt auf der Homepage unter der Rubrik "Specials" auf Ausgehtipp. Dort einfach das Formular ausfüllen, und schon nimmt man an der Verlosung teil. Die Gewinnerin oder der der Gewinner wird am Freitag per E-Mail benachrichtigt. Die Bananafishbones spielen seit über zehn Jahren erdigen Rock mit Country-Einflüssen und gelten als hervorragende Liveband.


Mit Rock'n'Roll, Pop und Tornados

25.07.2004
Karlstadt (MRL) 18 Bands zwischen Rock'n'Roll, Independent, Reggae und HipHop spielen bei der zwölften Auflage des Karlstadter "Umsonst & Draußen" von Freitag, 30. Juli, bis Sonntag, 1. August, am Karlstadter Saupurzel. Die Bananafishbones, Mellow Mark sowie der aktuelle und ein ehemaliger Chefredakteur des Satiremagazins "Titanic" sind die Top-Acts an den drei Tagen des Open-Air-Festivals bei freiem Eintritt.
 
Neben Livemusik verspricht der veranstaltende Verein Troja auch die "gewohnte Festivalkultur mit Ständen von Sommerklamotten und afrikanischem Kunsthandel bis zu Kulinarischem für jeden Geschmack". Zudem legen DJs auf der Electro Stage auf; an Freitag und Samstag werden gegen 030 Uhr etwa zehnminütige Kurzfilme von Filmstudenten gezeigt und am Sonntag reisen gar die Macher des Satire-Magazins "Titanic" zu einer Lesung an.

Im Mittelpunkt stehen dennoch die hochkarätigen Bands aus ganz Deutschland. Am Freitag eröffnen Redemption das Festival um 1830 Uhr. Ihnen folgen die hoch gelobten Würzburger Newcomer von "Twaii", ehe die Springer aus dem Chiemgau "geradlinigen Rock'n'Roll in bayerischer Sprache" versprechen.

Bananafishbones am Freitag

Headliner am ersten Tag sind die Bananafishbones aus Bad Tölz. Das Trio überzeugt laut Eigenwerbung mit "kraftvollen, klug arrangierten Songs und einem Händchen für Popmelodien".

Am Samstag starten Kingfisher Gold um 16 Uhr den Weckruf mit "Tornado Rock". Ihnen folgen die Tanzkinder aus Würzburg mit sympathisch-leichtem, groovenden Sommerpop. Nach der "Vokalekücheband" zieht dann Jana Pallaske die Blicke auf sich. Die Schauspielerin und ehemalige MTV-Moderatorin singt mittlerweile in der Berliner Indiepop-Band "Spitting Off Tall Buildings". Anschließend verschmilzt Mellow Mark Straßenmusik, HipHop, Reggae und Gitarrensoul mit politischen Texten, ehe "Basement 6" eine von Depeche Mode und Duran Duran beeinflusste "Mixtur aus Melancholie, Eingängigkeit, Aggression und Härte" auf die Bühne bringen.

Abschluss am Sonntag

Am Sonntag spielen die Lokalheroen von "Mir 2wä und Band" ab 12 Uhr zum ökumenischen Gottesdienst auf. Um 14 Uhr will die Bigband der Sing- und Musikschule Würzburg Rock-, Funk-, Pop- und Latinbeats kombinieren. Die Boutiesheikas covern Funk und Soul, Blumenbauer verheißen "originellen Deutsch-Rock-Pop-Mix". Abends treten Markus Rill & The Gunslingers mit mitreißendem Rock'n'Roll, düsterem Folk, Country und Blues auf die Bühne. Der Würzburger Songschreiber stellt sein neues, in den USA aufgenommenes Album "Hobo Dream" vor. Den musikalischen Abschluss am Sonntag machen "Fräulein Wunder & ihre Liebhaber" mit deutschen Schlagern der 50er und 60er Jahre.

Danach lesen der ehemalige Chefredakteur des Satiremagazins Titanic, Oliver Maria Schmitt, und der derzeitige Chefredakteur Martin Sonneborn das "Beste aus 2000 Jahren Titanic" vor.

Das Umsonst & Draußen ist eine gemeinnützige Veranstaltung mit etwa 230 ehrenamtlichen Helfern, die sich der Unterstützung der lokalen Jugendarbeit verschrieben haben. Für Familien und Kinder wird am Samstag ein Rahmenprogramm mit Basteleien, Kinderdisco und eventuell einer Nachtwanderung geboten. Am Sonntag steht das Kinderprogramm unter dem Motto "Mittelalter". Es wird gebastelt, geschminkt und gewerkelt.


Lions Club unterstützt Festival

15.07.2004
Karlstadt (MRL) Mit einer Spende von 500 Euro unterstützt der Lions Club Mittelmain-Karlstadt das 12. Umsonst & Draussen-Festival. Der Betrag wird ausschließlich für eine Erweiterung des Kinder- und Familienprogramms eingesetzt. Lions-Club-Vorsitzender Bernhard Maier (links) übergab die Spende an Julian Eichler, Vorsitzender Troja e.V.. Das Umsonst & Draussen findet vom 30. Juli bis 1. August unter anderem mit den Bananfishbones, Mellow Mark, Mir2wä & Band statt. Weiter Informationen unter www.umsonstunddraussen.de.


Festival-Erfolg trotz Regen

28.07.2003
Karlstadt (MAC) Julian Eichler, Haupt-Organisator des Karlstadter Umsonst & Draußen-Festivals zieht ein positives Fazit: "Wir hatten am Freitag einen super Besuch mit etwa 2000 Zuschauern, der Samstag war sehr gut, und am Sonntag war's aufgrund des Regens mittelprächtig. Dennoch haben wir wohl unsere Kosten gedeckt."
Das dreitägige Open Air bei freiem Eintritt finanziert sein Budget von 18 000 Euro durch Sponsoren und den Getränke-Umsatz. "Da haben wir am Sonntag natürlich einen Einbruch erlebt", resümiert Eichler.
Musikalisch wertet Eichler das Musikspektakel als vollen Erfolg. "Die Waikiki Beach Bombers am Freitag haben für tolle Stimmung gesorgt. Am Samstag war der Andrang zwar nicht so groß, doch ,Der Fall Böse' aus Hamburg überzeugten mit ihrem Funky HipHop. Und am Sonntag funktionierte der etwas durchgeknallte Pop für den Baggersee von Hannes Orange trotz des nicht Baggersee-tauglichen Wetters."
Unglücklich für die Musikfans im Landkreis war die Terminierung des Festivals zeitgleich mit "Rock am Tunnel" in Rieneck und den Jugendkulturtagen in Marktheidenfeld. "Wir sind terminlich ans Schuljahresende gebunden", erklärt Eichler, "aber im nächsten Jahr soll es nicht mehr zu Überschneidungen kommen."


Inselscheunentwist und Hulagroove beim Umsonst & Draußen

27.07.2003
Karlstadt (ka) Tolles Wetter, tolle, Musik, tolle Stimmung. Das elfte Umsonst & Draußen in Karlstadt war drei Tage lang eine einzige Party. Unzählige Jugendliche und Junggeblienene "pilgerten" auf den Saupurzel. Unser Bild zeigt die letzte Band und und den "Topakt" am Freitag Abend. Die Waikiki Beachbombers aus Nürnberg heizten beim Karlstadter Musikfestival mit ihrem "Inselscheunentwist und Hulagroove" an. Ausgewählte Country- und Punkrock-Evergreens, teilweise angesagt im typisch "mittelfränkischen Englisch" und stellenweise mit Akkordeon und Cello-Klängen unterstützt, ließen das Publikum schnell mitgehen. Bei langsameren Stücken sorgten Wunderkerzen für eine verträumte Atmosphäre. Für ein gutes Dutzend Jungs und Mädels wurde ein Traum war, als sie die Waikikis für ein hawaiianisches Tänzchen auf die Bühne holten. 15 Bands mit unterschiedlichen Musikstil-Richtungen unterhielten bis gestern Abend auf dem Saupurzel die Besucher.


MTV-Newcomer

25.07.2003
Karlstadt (lies) "Hannes Orange" - MTV-Newcomer - musikalisch irgendwo zwischen Echt: der Junge mit der Gitarre, oder einfach Musik, die man auf der Luftmatratze am Baggersee hört und beschriebenes Flair ausstrahlt. Er ist dabei am morgigen Sonntag beim "Umsonst & Draußen" Karlstadt. Unter anderem spielen die "Waikiki Beach Bombers", "Die Blutjungs", "MCF" und "Der Fall Böse" bei dem dreitägigen Festival.


Lions spenden für u&d

30.06.2003
( Main-Post Lokalteil: Karlstadt)

Der Lions Club Mittelmain-Karlstadt unterstützt das 11. umsonst & draussen mit einer finanziellen Spende in Höhe von 1000€. Von links: Wolfgang Beck, Präsident des Lionsclubs und Julian Eichler, Troja e. V., der im Namen von Troja und allen Helfern des u&d´s die Spende entgegennahm. "Diese Spende bringt uns einen entscheidenenden Schritt weiter und motiviert unser Organisationsteam enorm" sagt Julian Eichler. Das umsonst & draussen findet vom 25. bis 27. Juli unter anderem mit den Waikiki Beach Bombers, Mir2wä & Band, den Blutjungs, mcf, Hannes Orange u.v.a. statt.
Die Spende wird hauptsächlich für die Realisierung des Kinderprogramms am Sonntag 27. Juli verwendet.

Weitere Infos unter www.umsonstunddraussen.de


Sparkasse spendet für Festival

30.06.2003
Mit einer Spende der Sparkasse Mainfranken Würzburg und der Sparkassenstiftung Main-Spessart in Höhe von 1300 Euro ist die Realisierung des 11. umsonst & draussen Karlstadt ein Stück näher gerückt.

Im Bild von links: Julian Eichler 1. Vorsitzender von Troja e.V. und Gebietsdirektor der Sparkasse Main-Franken Peter Schmitt.
Das umsonst & draussen findet vom 25. bis 27. Juli unter anderem mit den Waikiki Beach Bombers, Mir2wä & Band, den Blutjungs u.v.a. statt.

Weitere Infos unter www.umsonstunddraussen.de


Von Nudeln bis zum Sonnensegel

13.06.2003
Karlstadt - Am 25. Juli spielen die Waikiki Beach Bombers in Karlsbach. So steht es in den Terminen auf der Internetseite der (fast) weltbekannten Franken-Band.

"In Karlsbach??? Das müssen die sofort ändern." Julian Eichler, Vorsitzender von Troja, gerät in Wallung. Die Waikiki Beach Bombers spielen am 25. Juli. Und zwar in Karlstadt. Sie sind einer der Topacts beim diesjährigen Umsonst & Draußen. Von Freitag, 25. Juli, bis Sonntag, 27. Juli, geht in Karlstadt auf dem Platz am Saupurzel wieder das U & D über die Bühne. 18 Bands treten bei freiem Eintritt auf drei Tage verteilt auf. Neben den Waikiki Beach Bombers tauchen weitere bekannte Namen wie Hannes Orange, Blutjungs und MCF auf. "Das Programm steht", erklärt Julian Eichler, Organisator und Vorsitzender des Trägervereins offene Jugendarbeit (Troja). Der Flyer geht am Montag in Druck und ist ab Ende der Woche verfügbar (wir berichten in einer der kommenden Ausgaben).

Auch beim elften U & D darf es wieder etwas mehr sein. Wie im Vorjahr, soll das Festival wieder drei statt der zuvor üblichen zwei Tage dauern. "Das Publikum ist anders strukturiert als in den Anfangsjahren", beobachtet Julian Eichler. "Es kommen mehr ältere Leute, also auch über 35-Jährige", erläutert der Troja-Vorsitzende aus dem Blickwinkel seiner 23 Lenze. Früher hatte das Umsonst & Draußen eher den Ruf einer Veranstaltung ausschließlich für Kids, "die da oben am Mäuerle mit ziemlich lauter Live-Musik feiern", glaubt Eichler. "Aber auch wenn das Gros der Besucher noch immer im Alter von 16 bis 30 ist, hat sich das Image inzwischen gewandelt."

Diesem Wandel wollen die Organisatoren mit einem gut durchmischten Musikangebot und einem erweiterten Rahmenprogramm Rechnung tragen. Der Sonntag soll die Kinder einbinden und mit Schwerpunkt auf Familien gestaltet werden. Für den Vormittag ist ein ökumenischer Gottesdienst geplant, die Musikschule hat dafür schon ihre Beteiligung angemeldet.

Derzeit wird überlegt, neben Döner und Pizza ein "richtiges" Mittagessen anzubieten. Fünf Kindergärtnerinnen sind bereits engagiert, um den Nachwuchs in Indianer zu verwandeln, zu spielen oder zu basteln.

Im vergangenen Jahr allerdings fristete der Sonntag ein Schattendasein - wegen Sonne und Hitze war der Besuch nur mau. "Der Platz ist nicht optimal. Viel Schotter, kaum Schatten", sagt Eichler bedauernd. Vor diesem Hintergrund hatte der Troja-Vorsitzende im Karlstadter Jugend- und Kulturausschuss zart angeklopft, ob nicht eine Verlegung des Festivals nach Mühlbach an den Main möglich wäre. Diese Türe blieb jedoch, wie berichtet, verschlossen.

Heuer wollen die Veranstalter vorbauen. Reichlich Sonnenschirme und -segel sollen Abhilfe schaffen. Eichler hofft hier auf Unterstützung aus der Geschäftswelt. Generell ist die Finanzierung noch nicht ganz in trockenen Tüchern. 5000 Euro fehlen noch, 14 000 Euro kostet der Spaß insgesamt. "Werbung, Anlage, Bands und Catering - da kommt ganz schön was zusammen." Die Musiker erhalten zwar keine oder nur eine geringe Gage, sagt Eichler, bekommen aber Auslagen beispielsweise für die Anfahrt ersetzt.

Das Catering, also die Verpflegung, verschlingt ebenfalls einen Riesenbatzen. "Wir haben Lebensmittelmärkte und andere Firmen angeschrieben und um Sachspenden gebeten. Wir nehmen alles." 50 Kilogramm Nudeln aus Steinfeld sind bereits zugesagt. Ein warmer Händedruck und ein warmes Essen sind letztendlich auch das Einzige, was die 120 bis 150 ehrenamtlichen Helfer als Lohn für ihren Einsatz erhalten. "Manche nehmen extra Urlaub, um das U & D auf die Beine stellen zu können", sagt Julian Eichler.

Jetzt ist Zupacken gefragt, die Schreibtischarbeit ist gelaufen. Das Kernteam, bestehend aus Martin Schürger, zweiter Vorsitzender von Troja, Doris Pinke, Marco Rüb, Wolfgang Müller und Julian Eichler, hirnte seit September über der Konzeption. Die ganze Zeit über hieß und heißt es "Klinkenputzen" bei möglichen Sponsoren. Die Auswahl der Bands gestaltete sich ebenfalls sehr zeitintensiv. "Pro Jahr bewerben sich um die 200 Stück", erklärt Eichler.

Für Newcomer sei so ein Festival die Chance, vor größerem Publikum aufzutreten und den Bekanntheitsgrad zu erhöhen, die alten Hasen spielten mehr wegen des Spaßfaktors, der bei Ersteren natürlich auch nicht fehlt. Um allerdings Musiker und Bands wie beispielsweise Embryo, Ron Spielmann oder jetzt die Waikiki Beach Bombers an Land zu ziehen, bedarf es einiger Überredungskunst und persönlicher Kontakte.

Weitere Informationen für Interessenten und Sponsoren unter
www.umsonstunddraussen.de
und unter Tel. (0 93 53) 99 60 25.

Verstärkung für das u&d

17.08.2002
Info-Treffen

Karlstadt (JUL) Die letzten Laute des zehnten Karlstadter Umsonst & Draußen sind noch nicht lange verklungen, schon beginnen die Planungsarbeiten für das nächste Jahr. Um eine Veranstaltung in dieser Größenordnung besser durchführen zu können, werden mehr ehrenamtliche Hilfskräfte in der Planungs- und Durchführungsphase benötigt.
Wer sich vorstellen kann, einen Teil seiner Freizeit zu Gunsten des Karlstadter U & D zu verwenden, ist zum Treffen am Sonntag, 18. August, um 17 Uhr ins Nebenzimmer der Gaststätte "Zum Saupurzel" eingeladen.
Wer nicht kommen kann, sich aber trotzdem informieren und mitarbeiten möchte, kann sich per Mail an info@umsonstunddraussen.de oder bei Julian Eichler, Tel. (0 93 53) 99 60 25 melden.


u&d perfekt organisiert

28.07.2002
Besucherzahl konstant

Karlstadt (aB) Bestes Sommerwetter, perfekte Organisation und professionelle Bands kennzeichneten das zehnte "Umsonst & Draußen" auf dem Karlstadter Saupurzel. Einen merklichen Besucheranstieg jedoch konnte die Open-air-Veranstaltung nicht verbuchen.

Naturgemäß war der Samstag Abend der bestbesuchten Veranstaltungstag. Der Platz am Saupurzel war gut gefüllt. Doch vor allem in den heißen Mittagsstunden war von Besuchern kaum etwas zu sehen gewesen. Durch eine Steigerung der Zahl von Imbissbuden konnten nicht nur fast alle Wünsche in kulinarischer Hinsicht erfüllt werden, es wurde dadurch auch der große Platz optisch kleiner, was nach Aussagen mehrerer Besucher der Atmosphäre sehr zugute kam.

Die Bands wurden gut angenommen. Am Freitag beispielsweise waren "Silvaner" bei den Jugendlichen das Highlight, bei den "Junggebliebenen" kam das Projekt "XXLoud" von Ron Spielmann besser an.

Für das Jubiläum des "Umsonst & Draußen" hatten die Organisatoren extra einen dritten Veranstaltungstag eingeplant. Sonst lief das Fest üblicherweise nur Samstag und Sonntag. Rund 160 freiwillige Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf an den drei Festivaltagen sowie für Auf- und Abbau. Der harte Kern von fünf Leuten begann bereits vor einem halben Jahr mit den Vorbereitungen.

Sponsorensuche und Auswahl der Bands hatten viel Zeit in Anspruch genommen. Die Bands an Land zu ziehen war kein Problem: Etwa 180 hatten sich bei den Veranstaltern beworben. Schwieriger war es mit den Sponsoren: Unter 500 Befragten gaben 52 eine Zusage und sicherten somit das Zustandekommen.

Aufgrund des Jubiläums gab es auch einige Besonderheiten im Programm. Neben dem ersten öffentlichen Auftritt von "Eben Drum" seit vier Jahren wurde beispielsweise erstmals ein ökumenischer Gottesdienst abgehalten. Damit wollte man auch den Anwohnern zeigen, dass sich bei dieser Veranstaltung nicht alles um laute Musik dreht und sie schon gar keine Ausgeburt der "Spaßgesellschaft" ist . Der katholische Diakon Klaus Heßdörfer (Karlburg, Rohrbach, Wiesenfeld) und der evangelische Diakon Joachim Laupenmühlen (Würzburg) ein Programm zur Besinnung und über den feinen Unterschied zwischen "umsonst" und "kostenlos".

Bürgermeister Karl-Heinz Keller würdigte auf der Bühne das "Umsonst & Draußen" als eine Veranstaltung, die vor allem für die Jugendlichen ein "zentrales Ereignis" darstelle, das "aus Karlstadt gar nicht mehr wegzudenken" sei. Folgerichtig verlieh er kleine Anerkennungen an diejenigen, die in der vergangen Dekade bei jedem Festival mitgearbeitet haben. Diese waren: Josef "Jupp" Pröstler, der am selben Tag seinen 33. Geburtstag feierte, Martin Schürger, Udo Fleischmann und der momentan Hauptverantwortliche Julian Eichler.


Der Countdown läuft fürs u&d

24.07.2002
Karlstadt (kk) Der Countdown läuft, nur noch ein Tag bis zum großen "Umsonst & Draußen"-Festival. Auf dem "Mäuerle" am Karlstadter Saupurzel sind die Aufbauarbeiten in vollem Gange. Hier richten Martin Schürger (links) und Julian Eichler, einer der Veranstalter, das Bühnendach auf.

Nachdem dem Umsonst & Draußen-Festival zwischendurch schon das Aus gedroht hatte, legten die Veranstalter sich noch einmal besonders ins Zeug. "Wir haben keine Kosten und Mühen gescheut, um den Festival-Besuchern ein tolles Programm zu bieten", erklärt Julian Eichler, einer der Organisatoren des u&d.

FOTO KAROLINE KESSLER

u&d geht über die Bühne

18.06.2002
Trotz Finanzlücke

Das zehnte "Umsonst & Draußen" wird stattfinden. Trotz finanzieller Schwierigkeiten haben sichdie Veranstalter Ende Mai dazu entschlossen. Rund 15 000 Euro werden nötig sein. Einige Sponsoren ausKarlstadt haben sich in den vergangenen Wochen doch noch gefunden. Im Moment klafft noch ein Finanzlochvon 4500 Euro, berichtet Julian Eichler als Vorsitzender der Abteilung Veranstaltungen des Trägervereins füroffene Kinder- und Jugendarbeit.

Zur Finanzierung beitragen wird unter anderem eine Spende des Rotary-Clubs Karlstadt-Arnstein und des Lions-Clubs Mittelmain. Diese haben sich vor kurzem bei einem gemeinsamen Abend gegenseitig näher vorgestellt. In diesem Rahmen wurde auch eine Aktion zur Unterstützung einer gemeinnützigen Einrichtung beschlossen. Beide Clubs folgten dem Vorschlag ihrer Präsidenten Achim Schreck und Dr. Manfred Walther, Troja als dem Veranstalter des "Umsonst & Draußen" (U & D), eine Summe von 1000 Euro zur Verfügung zu stellen. Das in den letzten Jahren gut funktionierende Sponsoring durch Karlstadter Unternehmen hatte, wahrscheinlich aufgrund der konjunkturellen Lage, in diesem Jahr einen deutlichen Rückgang erlitten. Deshalb stand das zehnjährige Jubiläum der Veranstaltung auf der Kippe.

Die Rotarier und Lions sehen in ihrer Unterstützung des U & D auch eine Würdigung der etwa 160 ehrenamtlich tätigen Jugendlichen, die einen großen Teil ihrer Freizeit opfern, um die weit über Karlstadt hinaus bekannteVeranstaltung für Jugendliche zu ermöglichen.

Achim Schreck (Rotary), Julian Eichler (u+d) und
Dr. Manfred Walter (Lion´s)


Umsonst & Draussen vor dem Aus ?

19.04.02
Karlstadt Zum zehnten Mal soll es in diesem Jahr stattfinden, das Karlstadter Umsonst & Draußen-Festival.Die Bands sind schon ausgewählt, die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, doch das Wichtigste fehlt: dasGeld.

Schirmherr könnte Festival retten

"Da haben wir letztes Jahr schon mitgemacht, wir haben doch erst fürs Jugendzentrum gespendet, ihr macht doch jedes Jahr den Lärm da oben - da geben wir nichts, für so was haben wir kein Geld." Julian Eichler klagt: "Solche Sprüche kriegen wir zu hören, es ist wirklich enttäuschend." Der Chef der Abteilung Veranstaltung bei Troja ist schon seit einiger Zeit in Karlstadt unterwegs, um Geld für das Umsonst & Draußen (U & D) aufzutreiben.

"Es ist ja nicht einmal so, dass wir Spenden sammeln, wir verkaufen Anzeigen in unserem Infoheft. Außerdem sind wir ein gemeinnütziger Verein, also kommen alle etwaigen Gewinne Troja und damit dem Jugendzentrum zugute." Trotzdem ist die Resonanz der ortsansässigen Firmen gering, vor allem im Vergleich zu den Vorjahren. "Die kleinen bis ganz kleinen Geschäfte sind oft noch bereit, die 75 Euro für eine Anzeige zu bezahlen, aber die meisten großen Firmen haben uns eine Abfuhr erteilt." Dabei wird das Geld dringend benötigt: 3000 Euro haben die Jugendlichen, die seit September fast ihre gesamte Freizeit opfern, bisher zusammen. "Das deckt noch nicht einmal ein Drittel der Gesamtkosten. Wir brauchen mindestens 15 000 Euro, eher noch mehr", weiß Eichler. Das größte Problem an der Sache: es eilt. "Wir hatten eigentlich unseren Stichtag, an dem wir das Geld zusammenhaben wollten, schon letzte Woche, der allerletzte Termin ist jetzt Ende April." Denn alles hängt von der Finanzierung ab: Ohne Geld können keine Bands unter Vertrag genommen werden, und diese werden langsam unruhig. Eichler ist seit Wochen nur damit beschäftigt, wie man alles in letzter Minute doch noch schaffen könnte, aber Bands, Catering und Technik müssen im Vorfeld bezahlt werden, und ohne die sichere Zusage der Bands kann auch kein Infoheft gedruckt werden. "Ich hoffe sehr, dass die Karlstadter uns finanziell unter die Arme greifen. Ansonsten müssen wir rigorose Sparmaßnahmen vornehmen, und schlimmstenfalls stirbt das U & D ganz." Unter rigorose Sparmaßnahmen fällt beispielsweise die Technik: mit schlechterer technischer Ausstattung steigt die Lärmbelastung für die Anwohner, außerdem sind dann Bands wie Ron Spielmann finanziell nicht mehr drin. Aber nicht nur bei den Finanzen hapert es, auch personell sind die Veranstalter in Nöten. "Wir brauchen prinzipiell für alles Leute und freuen uns über jeden Helfer. Und was uns wirklich retten würde, wäre ein Schirmherr!" Denn bei Verlusten haften Julian Eichler und sein Stellvertreter Andreas Barthel mit ihrem Privatvermögen. Doch trotz aller Schwierigkeiten geben die beiden noch nicht auf. Am 2. Mai trifft sich Troja zur Vollversammlung, um endgültig über das U & D zu entscheiden. Wer Zeit und Lust hat, sich zu engagieren oder den Organisatoren mit einer Spende helfen möchte: www.umsonstunddraussen.de
Von Main-Post Mitarbeiterin KAROLINE KESSLER


Standpunkt: Kein Geld für die Jugend?

19.04.02
Von Main-Post Mitarbeiterin KAROLINE KESSLER

Besonders viel wird den jungen Leuten in Karlstadt ohnehin nicht geboten, und wenn sich dann Jugendliche
zusammenschließen und selbst etwas auf die Beine stellen, dann sollte das Anerkennung finden und auch tatkräftig unterstützt werden. Vor allem, wenn man den enormen Arbeitsaufwand betrachtet, den die Organisation eines Open-Air-Festivals wie das Umsonst & Draußen nach sich zieht: ein kulturelles Großereignis übrigens, das weit über Karlstadt hinaus Anziehungskraft hat.

75 Euro kostet eine viertelseitige Anzeige im Infoheft des Karlstadter U & D. Für einen Geschäftsmann ist diese Summe doch sicherlich zu verkraften?! Auch wenn noch die Abizeitung ihre Anzeigen verkaufen will oder schon im vorigen Jahr eine Anzeige im U & D-Heft gekauft wurde.

Karlstadt und seine Bürger sollten sich als eine Gemeinschaft verstehen, in der jeder den anderen unterstützt und in der vor allem der nachrückenden Generation unter die Arme gegriffen wird. Denn je attraktiver Karlstadt für junge Leute ist, desto mehr werden sich entscheiden, hier zu bleiben und damit die Kreisstadt lebendig und kulturell vielseitig zu erhalten.